40. Internationales Radballturnier in Leeden

Prominentes Teilnehmerfeld startet am Samstag um 11.00 Uhr beim Amazone-Cup

mw - Tecklenburg-Leeden, den 10.04.2019. Internationale Gäste werden heute im Teutoburger Land erwartet. Genauer gesagt im Tecklenburger Ortsteil Leeden, denn dort spielen am morgigen Samstag ab 11.00 Uhr sechs Radballmannschaften aus Europa um den Amazone-Cup. Zum 40. Mal hat der RSV „Bergeslust“ Spitzenmannschaften aus dem In- und Ausland eingeladen. Damit nimmt der heimische Radsportverein eine Ausnahmestellung ein. Denn als eines der wenigen Radballturniere versprüht der Amazone-Cup, Nachfolger des legendären LIMA-Goldpokals, einen ganz besonderen internationalen Glanz.

Bei der Premierenveranstaltung des 1973 ins Leben gerufenen Radballturniers waren die Leedener Erwin Budke und Axel Wille die freudestrahlenden Sieger. Seitdem fanden renommierte Mannschaften aus ganz Europa den Weg in das Stiftsdorf. In der langen Siegerliste stehen prominente Namen aus dem Radsport, so zum Beispiel die Weltmeister aus Hameln (Latzel / Hormann, 1996), die mehrfachen Deutschlandpokalsieger aus Münster (Wille / Sattler, 1997 bis 1999) und auch die WM-Teilnehmer aus Belgien, Tschechien und der Schweiz. Doch auch die Leedener Radballer konnten bereits zehn Mal vom Heimvorteil profitieren und das Turnier siegreich gestalten.

Beringen 2018 I

Brecht Damen und Niels Dirkx (HZG Beringen - Belgien)

Auch in diesem Jahr können sich die Zuschauer, für die der Eintritt in die Sporthalle der Grundschule Stift frei ist, auf ein interessantes Teilnehmerfeld freuen. Als mehrfache Weltmeisterschaftsteilnehmer nehmen Brecht Damen und Niels Dirikx von der HZG Beringen eine Favoritenrolle ein. Die belgischen Meister konnten 2017 das Leedener Turnier für sich entscheiden. Im Vorjahr reichte es dagegen nur zu Rang fünf. Mit großer Motivation wollen sie dieses Mal wieder den Platz an der Sonne angreifen.

Sulz Dornbirn

Kevin Bachmann und Stefan Feurstein (SG Sulz/Dornbirn - Österreich)

An Motivation und Einsatzwillen mangelt es auch bei Kevin Bachmann und Stefan Feurstein von der SG Sulz/Dornbirn nicht. Die Österreicher sind bekannt für ihre aufopferungsvolle Spielweise. Bereits als Nachwuchsteam konnten sie damit etliche Erfolge sammeln. Zuletzt zeigten die Vorarlberger Ende Februar ihre Ausnahmeklasse, als sie hinter Weltmeister Höchst den 2. Platz beim Österreich-Cup sichern und damit das Ticket für den World-Cup erspielen konnten. Beim Amazone-Cup hat es bisher noch nicht für den ganz großen Wurf gereicht. Im letzten Jahr verpassten sie nur denkbar knapp den Turniersieg. An diesem Wochenende werden Bachmann / Feurstein wieder all ihr Können in die Waagschale werfen.

Svitavka

Roman Stanek und Jiri Hrdlicka (SC Svitavka - Tschechien)

Aus Tschechien wird zum vierten Mal die junge Top-Mannschaft vom SC Svitavka erwartet. Jiri Hrdlicka und Roman Stanek feierten im Herbst den Aufstieg in die Extraliga, die höchste nationale Spielklasse. Man darf gespannt sein, wie sich die mehrfachen U23-Meister ihres Landes beim Amazone-Cup schlagen werden.

VC Dorlisheim1

Quentin und Mathias Seyfried (VC Dorlisheim - Frankreich)

Auch der Velo-Club Dorlisheim aus Frankreich ist im Tecklenburger Land bestens bekannt. Der französische Traditionsverein konnte zuletzt 2014 das Leedener Turnier für sich entscheiden. Der damalige Pokalsieger Quentin Seyfried hat sich dieses Mal mit seinem Bruder Mathias angekündigt. Die Elsässer sicherten als nationale Titelträger bei den letzten Weltmeisterschaften durchgängig den Verbleib in der A-Gruppe. Auch beim Amazone-Cup werden sie ein wichtiges Wort um den Turniersieg mitreden.

Sieger Nordshausen I

Christian Gallinger und Andreas Reichenbacher (SV Kassel-Nordshausen - Deutschland)

Als Pokalverteidiger gehen Christian Gallinger und Andreas Reichenbacher vom SV Nordshausen ins Rennen. Im Vorjahr konnten die Hessen überraschend den Turniersieg verbuchen. Mit ihrer abgeklärten Spielweise dürften die Routiniers auch dieses Mal um die vorderen Plätze kämpfen.

Und was machen die Lokalmatadoren des RSV „Bergeslust“ Leeden? Die heimischen Vereinsfarben werden von Benedikt Morgret und Markus Kuhlage vertreten. Der Triumph beim Amazone-Cup vor drei Jahren wird wahrscheinlich nicht zu wiederholen sein. Doch mit der Unterstützung des eigenen Anhangs wollen auch sie sich von ihrer besten Seite zeigen und für die eine oder andere Überraschung sorgen.

Bestens bewährt ist der Modus, mit dem die Mannschaften den Kampf um die begehrte Trophäe aufnehmen. „Auch in diesem Jahr gibt es für uns keinen Grund für eine Änderung. Unser internationales Radballturnier war in fast jeder Ausspielung ein Garant für Spannung bis zum Schluss. Das wird auch dieses Mal beim Modus „Jeder-gegen-Jeden“ der Fall sein“, ist sich RSV-Vorsitzender Manfred Göpfert sicher. Auf den richtigen Pfiff hoffen derweil die beiden Schiedsrichter, beim Radball Kommissäre genannt. Uwe Hormann aus Raddestorf (Niedersachsen) und Hartmut Beck vom heimischen RSV Leeden werden all ihre Erfahrung einbringen, um für einen fairen Wettbewerb zu sorgen.

Auch das Rahmenprogramm hat beim Amazone-Cup wieder einiges für die Zuschauer zu bieten. Nachdem am Vormittag die Nachwuchsradballer ihr Können zeigen, steigen am Nachmittag die Schülerinnen des RSV Leeden auf ihr Einrad. Vor dem letzten Radballblock wird es dann noch einmal „meisterlich“. Die SG Antrup-Wechte/Leeden wird nach dem doppelten Gewinn des Deutschen Meistertitels im Herbst ein letztes Mal gemeinsam auf die Wettkampffläche fahren und eine extra für den Amazone-Cup einstudierte Kür unter dem Motto „Happy End“ präsentieren. Danach geht das Turnier in die entscheidende Phase, um rechtzeitig vor der Siegerehrung um 18.00 Uhr die Frage nach dem diesjährigen Pokalgewinner zu beantworten.

 

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